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Es werden Posts vom April, 2023 angezeigt.

Am Ende (von Europa)

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Wir sind am Ende angekommen, am südlichen Ende von Europa. Nach einem Zwischenstopp im schönen Malaga, wo wir Picasso-Museum und die Alcazaba (quasi die Ersatz-Alhambra) besucht haben, sind wir wieder mal sehr spät aufgebrochen.  So haben wir unseren gewählten Campinplatz an der Costa del Sol erst sehr spät erreicht. Damit war leider der Pool für uns schon geschlossen (aber mal ehrlich, warum schließt man einen Pool schon 20:00?). Dafür ging es in ein kleines huschiges Restaurant zum Abendessen. Nach einem Frühstück am Strand und einen sehr entspannten Morgen ging es dann weiter Richtung Gibraltar. Erstes Ziel war das Reisebüro, wo wir unsere Fährtickets holen wollten. Das geht zwar mittlerweile auch alles online, aber einerseits ist Carlos Kult und andererseits ist es auch billiger. Zudem es kein großer Umweg ist. Im Prinzip. Wenn man aber die falschen Koordinaten nutzt, dann landet man schon mal beim falschen Reisebüro. Zum Glück auf dem richtigen Kontinent und auch noch in der r...

Haben sie reserviert?

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Spätestens seit Florenz wissen wir, das man selbst in der Vorsaison bei einigen Sehenswürdigkeiten seinen Besuch vorher planen und möglichst auch gleich online reservieren muss. Das war jetzt bei den Uffizien nicht so schlimm, da Florenz einiges zu bieten hatte und wir ganz froh über die Ausrede bzgl. des Nichtbesuchs der Gemäldegalerie hatten.  Später in Barcelona war es dann die Sagrada Familia, die uns aufgrund einer nicht rechtzeitigen Buchung als Sehenswürdigkeit durch die Lappen ging. Da die Kathedrale auch von außen spektakulär ist und wir schon sehr pflastermüde waren, war auch das für uns kein Weltuntergang. Dumm ist es, wenn die besuchte Stadt dann eben nur die eine Sehenswürdigkeit hat. Wir hatten ja vor der Fahrt nach Granada schon so etwas geahnt. Und nachdem wir abends viel zu spät in der Stadt ankamen und vor überfüllten Camping- und Stellplätzen standen, bekamen wir etwas Panik. Online war da für die Alhambra schon nichts mehr zu machen. Für die nächsten 3-4 Wochen ...

Erste Erschöpfungserscheinungen

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Nach nunmehr fast 8 Wochen auf Reise stellen sich doch ab und zu mal einige Erschöpfungserscheinungen ein. Jetzt wird natürlich der eine oder andere sagen: Die machen 8 Wochen Urlaub und haben Erschöpfungserscheinungen!   Na ja, wir sind ja eben nicht im Urlaub sondern auf Reisen. Nach der einen sehr harten Woche in Barcelona und Valencia, stellten wir schon in Valencia fest, es braucht mal eine kurze Pause. So sind wir auch etwas früher als geplant aus Valencia abgereist und weiter gen Süden gefahren. Die Entfernungen werden jetzt auch wieder länger. Unser Zwischenstopp auf dem Weg nach Andalusien sollte Aguilas sein. Der Ort an sich, ein Urlaubsdomizil für Rentner aus Deutschland und Großbritannien, sogar Dieter-Thomas Heck lebte hier, ist nicht spektakulär. ABER es gab die Möglichkeit die Gasflasche nachzufüllen. Das ist zwar in Spanien verboten, aber irgendwie haben die dort eine Sondergenehmigung. Die Tankstelle hat auch einen angeschlossenen Stellplatz, aber als wir dort...

Barcelona oder Valencia

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 Barcelona oder Valencia, so lautet gerne die Frage wenn es um die bedeutendste Stadt in Ostspanien geht. Nach Einwohnern geht hier die Entscheidung erst mal an Barcelona. Aber solche Zahlen sind ja nicht alles.  Für uns war Barcelona die erste Station. Es sollten zwar erst mal nur 2 Tage werden, aber durch den Arbeitstag und dann auch noch die Möglichkeit ein Euroleage-Spiel des FC Barcelona im Palau Blaugrana zu erleben, wurden dann 4 Tage daraus. Damit hat sich dann wenigstens die Barcelona-Card für 72h voll gelohnt. Aber auch bei 72h muss man sich entscheiden: Gaudi oder nicht Gaudi. Aufgrund der langen Wartezeiten und nicht verfügbarer Eintrittskarten, haben wir uns gegen Gaudi entschieden. Man hat auch das Gefühl, das Barcelona gerade Gaudi touristisch massiv auspresst und verkauft. Die Eintrittspreise für die Gaudi-Sehenswürdigkeiten sind teilweise unverschämt hoch.  Wir haben uns also mit Picasso, Miró und anderen Standards beschäftigt. Das reichte durchaus, das w...

Zeitverschiebung

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In der europäischen Union gibt es 4 Zeitzonen (ich habe extra noch mal gegoogelt). Wenn man on Deutschland aus Richtung Westen fährt, bleiben nur noch 3 davon übrig. Eine Zeitzone betrifft nur die Kanarischen Inseln, da kommen wir nicht lang und können die also vergessen. Bleiben nur noch zwei Zeitzonen übrig. Die eine Zeitzone betrifft nur Portugal und (natürlich!) Großbritannien. Das Imperium braucht ja immer eine Extrawurst, ein Wunder, das die Zeit dort auch in Sekunden, Minuten und Stunden gemessen wird. Da gibt es doch sicherlich auch irgendwelche britischen Maßeinheiten. Wir sind also im Prinzip nur in einer Zeitzone unterwegs. Denkt man. Schon Italien war für uns etwas gewöhnungsbedürftig. Restaurants öffneten frühestens erst 19:00. Und dann war man um diese Zeit meistens auch noch der einzige Gast. Da es im März immer noch zeitig dunkel wurde, war diese frühe Essenszeit manchmal sehr problematisch. Zum Glück kam dann die Umstellung von Winterzeit auf Sommerzeit und wir näherte...

Ritterbrettspiele

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 Es ist wieder Ostern. Zeit der Mittelaltermärkte. Auch für uns gab es das heute, jedenfalls so was ähnliches. Wenn man ganz im Südwestens Frankreichs, kurz vor der Grenze zu Spanien, sich mit der Karte beschäftigt, dann fällt einem ein Ortsname sofort auf: Carcassonne Eine mittelalterliche Stadt, die einem Brettspiel den Namen gegeben hat. Mittlerweile ist das Spiel ein Klassiker und hat hunderte Ergänzungen und Varianten bekommen. Wenn man dann die Stadt Carcassonne am Horizont sieht, kann man den Erfinder des Spiels, Klaus-Jürgen Wrede, sehr gut verstehen. Die Stadt Carcassonne wird von einer mittelalterlichen Burg übertrohnt, die genauso aussieht, wie man sich so eine Burg vorstellt.      Leider hat auch diese Burg einen Fluch. Trotz mächtiger Mauern, einem ausgeklügelten Verteidigungskonzept und einer strategisch guten Lage, musste die Burg nach einer Belagerung von nicht einmal 2 Wochen kapitulieren. Die sengende Sommerhitze und zu wenig Trinkwasser waren zu st...