Ritterbrettspiele
Es ist wieder Ostern. Zeit der Mittelaltermärkte. Auch für uns gab es das heute, jedenfalls so was ähnliches.
Wenn man ganz im Südwestens Frankreichs, kurz vor der Grenze zu Spanien, sich mit der Karte beschäftigt, dann fällt einem ein Ortsname sofort auf: Carcassonne Eine mittelalterliche Stadt, die einem Brettspiel den Namen gegeben hat. Mittlerweile ist das Spiel ein Klassiker und hat hunderte Ergänzungen und Varianten bekommen. Wenn man dann die Stadt Carcassonne am Horizont sieht, kann man den Erfinder des Spiels, Klaus-Jürgen Wrede, sehr gut verstehen. Die Stadt Carcassonne wird von einer mittelalterlichen Burg übertrohnt, die genauso aussieht, wie man sich so eine Burg vorstellt.
Leider hat auch diese Burg einen Fluch. Trotz mächtiger Mauern, einem ausgeklügelten Verteidigungskonzept und einer strategisch guten Lage, musste die Burg nach einer Belagerung von nicht einmal 2 Wochen kapitulieren. Die sengende Sommerhitze und zu wenig Trinkwasser waren zu starke Gegner. Der zweite Fluch ist die Bekanntheit der Burg in der Neuzeit. So wird sie nahezu täglich von tausenden Touristen belagert. Obwohl wir uns bereits am zeitigen Morgen in die Burg aufmachten, so sind wir dann doch wenig später vor den Massen geflohen. Wir haben trotz genügend Trinkwasser nicht mal die zwei Wochen durchgehalten. Das muss die Klimaerwärmung sein.
Übrigens hat uns auf dem Weg nach Carcassonne von Agde aus der Canal du Midi begleitet. Eine ingenieurtechnische Meisterleistung die mit 240km Länge und 63 Schleussen den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet.


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