Belastende Sonnenuntergänge

Nach Lissabon ging es erst mal wieder in die Natur. Und da hat Portugal überraschend viel davon. Wir hielten uns da eher am Rand auf. Zuerst an die westlichste Spitze des europäischen Festlandes (?). Peniche überraschte uns mit einer grandiosen Felsenküste. Die nächsten Stationen boten dann wieder endlose Sandstrände oder so wie in Mira, beeindruckende Dünenlandschaften. Gerade letztere waren durch die Gemeinden dort sehr fahrradfreundlich gestaltet. So wurde unser Aufenthalt kurzfristig verlängert. Leider gab es dort neben herrlicher Landschaft auch massive Betonpoller und so haben wir auch unsere erste Beule im Auto. Doof aber nicht zu ändern. 


Unser letztes Ziel in Portugal war dann Porto. Es ist ja bei uns so eine kleines Ritual, das Annett immer vor Ort, also wenn es besonders schön ist, nach Wohnungen und Häusern Ausschau hält. Und in der Tat bot die dortige Strandpromenade reichlich Angebote. Ganze Etagenwohnungen mit Blick aufs Meer warteten dort auf neue Besitzer oder Mieter. Und eines ist dort immer garantiert: Sonnenuntergang. Jeden Abend muss man dort auf den Horizont starren und den Sonnenuntergang genießen. 365 Tage im Jahr, außer natürlich, es ist einmal schlechtes Wetter. Das passiert dort aber eher selten.



Ich stelle mir so etwas belastend vor. Was macht man wenn mal ein Sonnenuntergang nicht so schön ist. Oder wenn einem wegen schlechter Laune nicht nach Sonnenuntergang ist? Oder wenn man abends mal einen tollen Film sehen will? Sitzt man dann bei blickdichten Vorhängen im abgedunkelten Wohnzimmer? Deshalb haben wir uns auch gegen eine Wohnung dort entschieden und sind weiter gefahren.

Porto ist übrigens eine sehr nette Stadt. Nicht wirklich weltbewegend oder sensationell. Aber die Lage an der Mündung des Douro ist schon faszinierend. Und dazu stammt von dort auch der Portwein, wer so was hat mag.

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