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So, nun also Marokko. Das erste Mal in Nordafrika, das erste Mal in Afrika überhaupt. Da ist Marokko als Einstieg schon ganz ok. Was haben wir alles nicht im Vorfeld gelesen und gehört, viele Probleme gesehen und das Schlimmste befürchtet. Am Ende lief es wesentlich unspektakulärer.
Tickets
Ich hatte ja schon etwas über unseren Ticketkauf berichtet. Tickets für die Fähre bekommt man auf dem Weg zur Fähre an jeder Ecke. Wahrscheinlich sind die Preise auch ähnlich. Da aber der Ticketkauf bei Carlos so was wie Folklore ist, musste es natürlich auch bei ihm im Reisebüro passieren. Nach 5min und etwas Smalltalk hatte ich dann auch den Kassenbon (oder aka Ticket) in der Hand. Abfahrtszeit ist egal, die Fähre fährt regelmäßig. Einfach eine Stunde vorher am Checkin sein. Als Skandinavienfahrer mit den entsprechenden Fährerfahrungen ist man hier natürlich etwas verstört. Das soll klappen? Ja, tut es.
Die Tickets kosteten hin und zurück für uns inklusive Camper 290€. Weder Datum der Hin- noch der Rückreise sind festgelegt. Sehr angenehm. Dazu gab es dann auch noch als Dankeschön eine Packung Kekse und eine Flasche Rotwein.
Überfahrt
Wir waren sogar etwas zu früh am Checkin und haben unseren Kassenbon hingehalten. Alles ok, 5min später standen wir in der entsprechenden Spur vor der Fähre. Nach kurzer Wartezeit ging es dann auch auf die Fähre. Zum Glück konnte ich im Bauch der Fähre wenden und musst nicht rückwärts auffahren. Megapünktlich legte die Fähre ab und bis auf die Riesenschlange an der Kaffeebar, war auch alles sehr entspannt. Unseren Kaffee bekamen wir dann auch noch, sogar bevor wir in Afrika angelegt haben.
Einreise
Auf der Fähre haben wir vor lauter Kaffeestress verpasst, unsere Zettel beim Einreisebeamten vorzulegen. Kein Problem, man wird rechtzeitig daran erinnert. Leider hatte da die russische Reisegruppe schon die Schlange vor uns geentert. So dauerte es doch etwas länger bis wir den notwendigen Stempel im Pass hatte. Wir waren dann auch das letzte Auto auf dem Fahrzeugdeck. Das machte auch die Ausfahrt etwas übersichtlicher. Eine freundliche Passkontrolle (im Prinzip wurde nur geschaut, ob der Stempel im Pass ist) und schon war man draußen. Nicht ganz, es kam noch die Zollkontrolle. Da wir das freundliche Winken des Beamten etwas falsch interpretierten, wurden wir wenig später an der nächsten Kontrolle gestoppt. 'Kein Stress, bitte fahren sie einfach zurück.'. Beim Zoll wurde man sehr freundlcih behandelt und der zuständige Beamte freute sich mit uns, das wir weder Waffen, noch Motorräder und auch keine Drohnen dabei haben. Einzige Kontrolle dieser Aussagen erfolgte durch einen Suchhund, der mal zu allen offenen Türen reinschnupperte. Dann bekamen wir unser Papierschnipselchen für die Einfuhr unseres Campers und wurden mit einem netten:'Welcome in Maroc!' verabschiedet.
Direkt hinter dem Zoll standen dann ein paar kleine Häuschen. Hier gab es die Haftpflichtversicherung für den Camper. Obwohl im Prinzip dem Abkommen zur Gründen Karte beigetreten ist, verweigert die HUK24 immer noch die Leistungen in Marokko. Ich hatte mich vor der Reise nur nicht rechtzeitig gekümmert, sonst hätte ich wohl die Versicherung schon gewechselt, Aber der Abschluss der Versicherung für einen Monat ging dort einfach und problemlos. Am selben Schalter bekam ich dann auch gleich eine Telefon-SIM mit genügend Datenvolumen. Somit war ich wenige Sekunden nach Grenzübertritt sogar wieder online. Auch einen Bankautomaten gab es, so das auch das Bargeldproblem sofort gelöst war.
Und nur eine Stunde später standen wir auch schon auf dem Campingplatz in Asilah und waren angekommen.
SIM-Karten
Ich hatte an der Grenze zwar schon eine SIM-Karte für den Router gekauft, hatte aber irgendwie vor lauter Überraschung verpasst, auch die 2 SIM-Karten für die Handys zu holen. Aber auch hier kein Problem. Beim Schlendern durch die Medina von Asilah, entdeckten wir einen 'fliegenden' Telecom Maroc Verkäufer, der uns bereitwillig (ohne Pass- oder andere Formalitäten) 2 SIM-Karten verkaufte. Die passenden Voucher zum Aufladen gibt es hier an jedem Kiosk. Alles relativ einfach. Man schickt eine SMS an die Nummer 555 mit Nummer des Vouches und schon hat man Guthaben. Klappt sehr zuverlässig, wenn man sich an die Doku hält. Gut, Annett kann jetzt für 50 Dirham in Marokko telefonieren (da habe ich die Nummer leider falsch aktiviert), aber man weiß ja nicht, wofür es gut ist.
Fazit
Bis jetzt ist hier alles sehr entspannt, wie die Einheimischen auch.






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