Lange Pause
So, das war jetzt aber eine lange Pause hier. Und dabei wollen ja alle wissen, wie es nun in Marokko ausgegangen ist. Wir haben uns natürlich wieder gefunden. Ich war von meiner Tour auf den Toubkal begeistert und Annett schwärmte von Essouira.
So ging es dann weiter über den Mittleren Atlas nach Fez. Zwischendurch in einem Wintersportort (ja, auch das gibt es) in einer Playmobilburg übernachtet.In Fez wurde dann erst einmal der Zahnarzt Notdienst aufgesucht. Erstaunlich wie gut das klappte, ohne Sprechstundenhilfe und Verständigung mit Google Translate. Aber das Ziel wurde erreicht: Annett hatte erst mal keine Schmerzen mehr.
So langsam näherte sich aber unsere Zeit in Marokko dem Ende. Ein letzter Stopp in Chefchouen, der blauen Stadt, war noch mal ein kleiner Höhepunkt. Dummerweise machten wir doch noch einmal Halt. Und leider war dann Tetuan so ein wenig zum Abgewöhnen. Für Annett war Marokko schon die ganze Zeit eine olfaktorische und hygienische Herausforderung, aber das war dann noch einmal eine Steigerung. Und so waren wir dann doch ganz froh als wir uns wieder auf der Fähre nach Europa befanden.
Was kann man so abschließend über das Land sagen? Man sollte alle Vorurteile vergessen, die guten wie die schlechten. Es ist nicht mehr das ganz große Abenteuer, auch die Klischees vom Orient werden nur noch an wenigen Stellen in den Souks der Medinas bedient. In Marrakesch und auch in Fez hat man sehr oft das Gefühl, das vieles nur für die Touristen passiert. Auf der anderen Seite ist das aber mit dem Tourismus manchmal etwas problematisch, sehr oft hat man das Gefühl, das einiges angefangen wird und dann doch nicht bis zum Ende gebracht wird. Außer im Hohen Atlas in der Region vom Toubkal und dem Nationalpark Souss Massa gibt es so gut wie keine markierten Wanderwege. Aber vieles wird durch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen wieder gut gemacht. Auch die Sicherheit im Land ist gut und man hat nie ein wirklich schlechtes Gefühl. Außer vielleicht beim Taxifahren. Das ist wirklich eine Herausforderung, da einige Taxifahrer offenbar den Touristen ihre Fahrkünste extra beweisen wollen.
Würden wir noch mal nach Marokko fahren? Es ist wahrscheinlich so wie bei dem ersten Marathon. Danach ist man sich absolut sicher, nie wieder so was zu machen. Und kein Jahr später steht man doch wieder an der Startlinie.






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