Wandern in der Toskana

 Eine malerische Landschaft, schönes Wetter, keine großen Höhenunterschiede, das schreit doch gerade nach einem Wanderparadis. Eigentlich!

Die Italiener*innen haben es offenbar nicht so sehr mit dem Wandern. Zwar gibt es den Fernwanderweg Via Francigena, aber abseits davon ist es in der Regel immer abenteuerlich. Unser erster Wanderversuch endete nach einigen Kilometern an einem Zaun quer über den Weg. Den hätte man sicherlich ignorieren können, allerdings machten die 3 großen Hunde dahinter nicht den Eindruck, das sie zu Dekorationszwecken dort sind. Also umgekehrt und die Tour umgeplant. Die wurde dann am Ende doch noch ganz nett.

Der zweite Versuch war dann im 'Tal des Teufels' , einem geothermischen Gebiet. Gut markiert, aber nachdem wir das schon in Island erlebt hatten, war hier außer etwas Qualm und Schwefelgestank wenig zu sehen und zu riechen.

Unseren dritten Versuch haben wir dann nach Empfehlung durch den Reiseführer auf einer mehr begangenen Route gestartet. Von Montalcino sollte es zur Abtei St. Antimo gehen und im Anschluss mit dem Bus zurück. Der Weg war toll, weite Blicke über die Toskana, schattige Wälder, nur die Markierung war stellenweise abenteuerlich. Aber dank Handy und Komoot war der Weg immer klar. Die Abtei selber war auch spektakulär. Nur am Zielort war alles geschlossen und die Osteria an der Bushaltestelle (mit Empfehlung des Reiseführers) war im Sanierungsmodus. Also gab es beim Warten auf den Bus keinen Kaffee. Dummerweise fiel dann auch noch unser Bus aus. Somit mussten wir dann über 1,5h auf unseren Bus warten. Zum Glück in der Sonne. Der Bus war dann sogar pünktlich, lediglich der Spruch des Busfahrers: 'No Tickets in the bus!' lies uns das Gesicht einschlafen. Zum Glück war der Busfahrer Italiener und somit tiefenentspannt. Somit kamen wir dann sogar ganz ohne Ticket auch nach Hause.


 Leider war dann in Montalcino die Sonne weg und wir hätten eher den berühmten Brunello als Glühwein gebraucht.

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