Reiseerinnerungen
Es war Anfang der Neunziger Jahre, als wir regelmäßig in den Wochen vor Ostern mit dem grasgrünen Wartburg meines Bruders Richtung Südfrankreich aufbrachen. Der Kofferraum war vollgepackt mit Campingkram und natürlich den Rucksäcken mit dem Kletterzeug. Es ging immer in die Sportklettergebiete im warmen Süden Frankreichs. Gut, oft sorgte der Mistral dafür, dass es uns nicht zu warm wurde. Neben Klettern stand aber auch ein gewisser kultureller Teil auf dem Programm. So wurden auch touristische Ziele heimgesucht, solange sie nah genug an den Klettergebieten lagen. Es war also kein Wunder, das die Gorge du Verdon und auch die Calanques mit ganz oben auf der Liste standen. Die Camarque gehörte da aus Gründen eher nicht dazu.
Das sollte sich nun im Rahmen unserer Reise ändern. Gerade die Camarque stand bei Annett auf dem Pflichtprogramm. Nachdem wir aber noch unsere frankreicherfahrenen Freunde um weitere Tipps gebeten hatten, war das Besichtigungsprogramm ordentlich angewachsen. Zum Glück hatten wir durch unsere frühere Fähre ein paar Tage gewonnen und andererseits haben wir ja auch Reservetage eingeplant, so das wir uns für Südfrankreich ein paar Tage mehr gönnen können.
Startpunkt war Aix-en-Provence, denn besser kann man eigentlich gar nicht starten. Nach einer kurzen Unterbrechung an der Plage du Jai bei Marseilles, ging es dann weiter auf der Côte Bleue Richtung Arles. Momentan stehen wir dank der Empfehlung unsere Freunde in den Alpilles und planen die nächsten Tage. Alles werden wir sicher nicht schaffen, so wurde auch Marseille kurzerhand abgewählt. Aber vielleicht erinnern wir uns wieder an die alten Zeiten und brechen im nächsten Frühjahr wieder nach Südfrankreich auf. Muss ja auch nicht im grasgrünen Wartburg sein.
Übrigens, falls uns jemand besuchen will, wir sind voraussichtlich Ostern in Barcelona.



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