Bologna mit Marathon

Wenn sich die Gelegenheit bietet, auf so einer Reise die Gegend auch im Rahmen eines Marathons kennen zu lernen, dann sollte man diese auch nutzen. Gut, am Anfang war nur der Halbmarathon geplant. Dummerweise war der da schon ausverkauft. Aber der 30km Lauf sollte trotz fehlendem Training auch noch gehen. Auch ausverkauft! Blieb nur noch der Marathon. Lediglich das Training dafür fehlte. Somit würde es eine Wundertüte werden.


Erst mal ging es nach Bologna zum Übernachten auf einen innerstädtisch gelegenen Parkplatz. Nicht schön, aber umzäunt, bewacht und nur 2km vom Start entfernt. Die Abholung der Startunterlagen wurde mit einer Stadtbesichtigung verbunden. Zum Glück gruppieren sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt um den Start-/Zielbereich. Somit wurde die Muskulatur ausreichend geschont. Zur Sicherheit ging es nach einen Zwischenstopp im Straßencafé zurück zum Womo. 

Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht (immerhin neben einer Hauptstraße), zeigte sich das Wetter sehr marathonfreundlich. Kaum Wind, blauer Himmel, aber doch noch frische Temperaturen. Am Start ging alles perfekt organisiert zu. Nach dem Start versuchte ich irgendein vernünftiges Tempo zu finden. Das Ziel war irgendwo zwischen 3:30 und 3:45 anzukommen.

Die ersten 8km gingen durch die historische Altstadt, teils durch enge Gassen und über Kopfsteinpflaster. Dann verlies die Strecke den Innenstadtbereich und es ging durch einige Villen- und Wohnviertel. Nichts spektakuläres mehr, aber das wusste ich mir ja dank Streetview schon vorher. Dafür wurden die Straßen etwas breiter, der Belag wechselte zu Asphalt und das Rennen wurde etwas eintöniger. Gut, wer den Leipzig Marathon kennt, der ist da weniger überrascht. Das Tempo lag jetzt fast genau bei 5min/km und fühlte sich gut an. Es ging weiter durch Gewerbegebiete Richtung Stadtrand. Verpflegung gab es aller 5km, allerdings immer nur in 0,5l Plastikflaschen. Ist am Ende wahrscheinlich sogar weniger Müll, da man diese ja recyceln kann. Denn es wurde ordentlich getrennt. 

Mittlerweile war ich beim Tempo schon bei einer 4:50min/km angelangt und es rollte weiterhin gut. Aber Übermut tut selten gut! Bei km 33 überholte ich die Pacer für 3:30, aber anstatt in der Gruppe zu bleiben, machte ich weiter Druck. Das ging auch bis km37gut, dann war aber Schluss mit lustig. Ab hier wurde es zäh. Die Uhr zeigte wieder Kilometerzeiten über 5 min/km an. Tendenz stark steigend. Aber es war ja nicht mehr weit. Dann nach 3:28h Zieleinlauf direkt auf dem Piazza Maggiore vor der Basilica di San Petronio. Immerhin hier war es brechend voll mit Menschen. Hat schon Vorteile wenn man das Ziel auf dem Hauptplatz der Stadt positioniert.

 


Die Zielverpflegung war dann hervorragend. Vom Panini mit frisch geschnittener Mortadella aus Bologna über Kuchen, Obst und was weiß ich, war alles zur genüge da. Im Anschluss ging es dann weiter nach Florenz.

 
 

 

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